Was ist eigentlich die Motivation des Reisens? Ist es der Wunsch, das zu verlassen was man schon kennt und was einem vertraut ist? Fliehen wir aus Sehnsucht von unserem bequemen Alltag? Treibt uns das Gefühl von Freiheit oder streben wir nach Spontanität?

Die wahre Kunst des Reisens besteht darin, jeden Tag, jede Sekunde zu geniessen, die Gegenwart zu leben und zu lieben. Spontanität zu erfahren und sich ihr hinzugeben. Nur selten können wir dies mit der Schnelllebigkeit unseres Alltags vereinbaren. Kontinuität und Weitsicht lässt uns zwar wunderbar funktionieren, ja treibt uns sogar an. Dennoch vermissen wir etwas. Das Verlangen nagt, dem Treibsand der Wiederholung zu entkommen. Somit ziehe ich bewusst los, um das aufzusuchen, was fremd ist. Eine fabelhafte Möglichkeit auf ein reicheres „Weltbewusstsein“. Reisen befreit, bildet und erfüllt.

Leichtfüssig entecke ich laufend Neues und mich selbst, schliesse täglich Freundschaft mit Fremden und staune. Staune wie weit Theorie und Tatsachen doch auseinanderliegen. Aus herrlichen Büchern stammende Geschichten, online verfügbare Bilderwelten und Hörensagen, so habe ich mir die Welt einst fantasiert. Nach knapp drei Jahren ausserhalb der Komfortzone, muss ich gestehen; dieser Planet ist weit überraschender, brutaler, romantischer, erstaunlicher, bunter, grosszügiger als der naive Schlamassel aus Vorstellungen, die ich mir von ihm gemacht hatte.

Das Glück der Welt gehört dem, der danach sucht.

Claudio Sieber, Reisender


Kontakt/ Feedback

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s