„60 Jahre Lebensdauer. Die ersten 20 Jahre des Glücks sind rasch vorbei. Es folgen 20 Jahre Melancholie. Die letzten 20 Jahre verfliegen im Nu.“ Trần Tấn Hậu schien es zu ahnen. Zehn Jahre bevor der Hanoier Philosoph und Komponist abtritt, schreibt er für seine Frau ein Liebeslied. Mit 62 stirbt er an Herzversagen. Freund und Musiker Hùng Cường singt die Strophen in Vietnams Herzen. Zu einer Zeit als Hồ Chí Minh gerade damit beschäftigt ist, die Franzosen aus Hanoi zu verscheuchen. Hùng stirbt mit 59 in den USA, als Exil-Vietnamese und Koryphäe der Anti-Kommunisten. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist seither etwas gestiegen, die Gewissheit jedoch bleibt; „Life is too short“ und sollte, ja muss in vollen Zügen ausgesaugt werden.

bild-60-jahre
60 năm cuộc đời Anh ơi có bao nhiêu? 60 năm cuộc đời 20 năm đầu, sung sướng không bao lâu 20 năm sau, sầu vương cao vời vợi 20 năm cuối là bao Ơ là thế! đời sống không được bao Ơ là bao! đời không lâu là thế Ơ được bao năm sống mà yêu nhau Anh ơi có bao nhiêu 60 năm cuộc đời Khi xa anh rồi em biết yêu thương ai Nên khi yêu nhau thì yêu cho trọn đời Anh ơi ta sống được bao

Wieso sich in Hanoi niederlassen? Die lebensverkürzende Menge an Kohlenstoffdioxid, das chemikalienreiche Leitungswasser und die Gefahr im Stossverkehr von einem Rüpel gerammt zu werden, ist kaum vielversprechend. Bezirzt das 8-Millionen-Monster also mit seiner unübersichtlichen Altstadt, Eierkaffee oder dem leichtsinnigen Charakter seiner Einwohner? Wer sich auf das ganze Ausmass an Chaos einlässt, wird flugs erleuchtet. Hanoi stinkt, härtet ab, zehrt an den Nerven, versöhnt gleich darauf mit Nächstenliebe. Es ist wie ein ausgelutschter Ohrensessel, in dem man sich herumwälzt bis er einem bequem wird. Hat man den richtigen Winkel gefunden, zieht die Leichtigkeit wie Opium ins Blut und lähmt, man will nicht mehr aufstehen. Die fleissigen und extrovertierten Ho Chi Minher schauen derweilen mit Argwohn auf ihre Landesgenossen im Norden, beschweren sich zu gerne sich über deren Arbeitsunlust und das Beamtentum. Hanoi scheint alle Zeit der Welt zu haben. Da Reichtum den wenigsten vorbehalten ist, begnügen sich die restlichen 99 Prozent mit Seelenfrieden.

Ich Spüre das Glück, nicht zu Hause, sondern unendlich fern von den Bildern sein zu dürfen, die man schon kennt, die unlängst erschöpfen. Die Sternstunden des Reisenden. Täglich verblüffen die Hanoianer den Nichtkundigen mit Herzlichkeit, schroffer Neugierde und menschlicher Gelassenheit. Ja es gibt sie, die Hanoi-Hasser, die geistlosen Stümper, welche sich um keinen Preis auf das Volk einlassen. Sollen sie mit weiteren Jahrzehnten Stumpfsinn gestraft werden. Wer diesem städtischen Wirrsal sein Leben opfert, dabei lächelnd Zeit verschwendet und das mickrige Einkommen mit Fremden teilt, der hat etwas zu berichten. Die letzten 90 Tage in Vietnams Hauptstadt reichen kaum aus, die Galaxie an Überraschungen zu begreifen, sie verführen lediglich zum nachdenken. Nicht über die kleinen Dinge die Einstein, Newton oder Darwin störten als sie ihre Theorien formulierten, sondern über das fremde Leben und wie wir uns darin zurecht finden.

Familie auf Zeit

Herbststimmung in Hanoi. Das Viertel Tây Hồ ist mir vorerst zu snobby und in der Altstadt regieren die Kurzaufenthalter. So ziehe ich in die Bạch Đằng Street, geläufiger unter dem Namen „Bãi “ (Müllkippe). Die Sehnsucht der Weltbevölkerung, hier aufzukreuzen hält sich in Grenzen. Eingequetscht zwischen Autobahn und dem Red River (eher braun als red), weckt die Gegend weder westliche noch asiatische Wohnträume. Ich informiere meine ortskundigen Freunde.

Truong: „It’s okay, just don’t go there at night“

Long: „Don’t worry, compared to Switzerland, whole Vietnam is a slum“

Son: „Very unsafe area, take care“

Hier sollen die Gangster lungern, welche die Drogenladungen vom Dock in die City schmuggeln, sich dabei gerne selbst betäuben und jegliche Probleme per Faustrecht lösen. Ist gerade nichts zum schmuggeln verfügbar, wird die Durststrecke mit nächtlichen Raubzügen kompensiert. Dafür stimmen die Mietpreise.

Wie so oft trügt der Schein. Ich stehe in einer typisch vietnamesischen Nachtbarschaft; Federpakete piepen aus den zahlreichen Käfigen, Kinder spielen, Marktfrauen mit Kegelhüten schlendern auf und ab – Die drogensüchtigen Halunken scheinen heute frei zu haben. Einchecken bei Tai, meiner vietnamesischen Pflegemutter, die mit 65 aussieht wie alle 65-Jährigen aussehen wollen. Vertrag unterschreiben. Lachen beim Paragraph 6.2. Der Vertrag gilt als beendet falls: Krieg herrscht oder bei einem Act of God, (z.B. Überschwemmungen oder dem jüngsten Gericht). Da Vietnam grundsätzlich keinen Göttern sondern lediglich Ahnen und Geistern huldigt, kommt die Vorlage offensichtlich von einer westlichen Webseite. Mein Pass wird vorübergehend eingezogen – „zu meiner eigenen Sicherheit“, wie Behörden erläutern würden. Grundsätzlich ist es den Familien untersagt, ausländische Gäste zu beherbergen. Sofern der örtliche Polizist regelmässig aufgeheitert wird, spielen solche Bagatellen jedoch keine Rolle.

Zu Ehren des Tages wird zwölf Stunden lang gedämpfter Fisch serviert. Ich fühle mich geehrt, die Fischknochen gehören alleine mir. „Nur dumme Leute essen das Fleisch“, zitiert Tochter Hoa salopp und unterbricht dabei ihr Gesülze vom neuen Lover aus Frankreich. Die Stichelei verdient Aufklärung. Vietnamesinnen suchen per se ein Ticket in die Freiheit? Stimmt und stimmt überhaupt nicht. Ihr Faible für weisses Fleisch gründet oft im exotischen Gedankengut. Und das zu knacken, ist Knochenarbeit. Denn hier treffen antrainierte Familienwerte auf rational agierende Mannsbilder, Gesichtsverlust auf direkte Kommunikation ohne Blumensprache, traditionelle Lebensweise auf Unbeschwertheit. Auch wenn es dem Klischee widersprechen mag, die hiesigen Männlein bezirzen phantasiereich und kompetent die Weiblein. Es harzt jedoch in punkto Gleichberechtigung. Kinder grossziehen, Haushalt führen und gleichzeitig für Moneten krüppeln, ist Frauenalltag. Dann, gleich nach der Heirat zieht die frisch vermählte Gattin zum Gatten und übernimmt die Verantwortung für dessen Eltern. Kein Wunder, schaut sich Frau gerne um. Tai erkundigt sich zuversichtlich nach meinem Zivilstand und will möglichst rasch ein Single-Treff veranstalten, mir alles ranschaffen was feminine Züge hat und alleinstehend ist.

Büroalltag

Amerikanischer Jazz gähnt durch französisches Gemäuer. Eine Ratte schlittert über die Keramikfliesen, huscht vorbei am Hausaltar und klettert über die kantigen Musikabspielgeräte „made in Japan“ hoch zu ihrem Versteck in der Ziegelwand. Angespannt blickt sie auf die Gäste von Son’s Cà phê. Mein Rückzugsort könnte kaum hanoianischer sein. Mit vietnamesischer Experimentierfreude paart der Ex-Pilot alle Stereotypen invasiver Länder – eine dreidimensionale Geschichtslektüre des letzten Jahrhunderts. Ob ich eine Audiokassette einlegen will? Schnurstracks verliebe ich mich in die Nostalgie, die grosszügig durch den Raum plätschert. Verliebe mich ausserdem in den auserwählten Kreis, der hier Unterschlupf sucht. Uns allen ist bewusst; nie wird uns Son mit Asien-Techno foltern (ein fiese Mischung aus psychedelischem Mäusequitschen, Schlager und Bass-Tumult). Ich schleppe jeweils meine To-Do Liste in die Stadtoase. Hier will ich recherchieren, schreiben und philosophieren. Dabei ist mir klar, dass ich mindestens die Hälfte auf den nächsten Tag verschieben muss, da ich hier nonstop angesprochen, inspiriert und aufgeklärt werde. Hanois Kaffeehäuser haben alle etwas gemeinsam, sie sind die externen Schaltzentralen von Flaneuren, Freigeister und Freelancern. Gehen wir einmal davon aus, dass Kommunikation auf der Existenz von Informationsdefiziten aufbaut. Wer diese Binsenweisheit erkennt, wagt sich in jeglichen Dialog und verbessert täglich seine Wissensdatenbank.

Neben mir sitzt Joshua. Er redet eine Meile pro Minute und weiss alles. Sein Vater folgte 1945 dem ehemaligen Staatschef Chiang Kai-Shek nach Taiwan, um nicht von Mao und seiner roten Armee „umgebildet“ zu werden. Begabte hatten zu jener Zeit nichts zu wollen in China. Heute unterrichtet Joshua den Schnösel Hanois, predigt Ökonomie und Erfindergeist. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Vietnams Oberklasse hinter der Fassade des Kommunismus, Markt und Business eingetrichtert wird. Solche Bildung ist lediglich der Familie von Parteimitgliedern und deren Freunde gegönnt. Was ihn denn zum Business-Guru mache? Ich frage, und bekomme einen schlitzäugigen Blick. Joshua holt eine Ingenieur-Skizze und einen Zeitungsartikel aus seiner Tasche. Ich sässe dem Urvater der Selfie-Sticks gegenüber, alles nachzulesen in der Taipeh Times. Armer Tüftler! Trotz aller Patente auf seine Erfindung (eine ausfahrbare Stange mit rotierbarer Mobiltelefon-Halterung) hatte er einige Details übersehen. Seine Widersacher (mittlerweile Milliarden-schwer) hatten ihn, den Fuchs, ausgefuchst. Schade für uns beide, es wäre mir eine Ehre gewesen, dem Motivator globaler Selbstdarstellung ins Gesicht zu schlagen. So bleiben wir Freunde. Augenblicke später schlägt der Zeitgeist zu, Joshua fährt seine Erfindung aus, knipst, postet an meine Timeline. Mit Elan lösche ich die Markierung und wechsle zum Gespräch mit Tischnachbar Long, vifer Lebemensch und mittlerweile Teil meines „Kreis der Erleuchteten“. Seine Sklavenzeit als Creative Director eines Modemagazins sei passé, er will die phonetische Schrift der Vietnamesen mittels neuem Alphabet revolutionieren. Chapeau! Wer hier ansetzt, kann die Welt verändern. Cuong schaut vorbei. Strassencoiffeur und ungekrönter Held des Alltags. Tschechien trainierte ihn zum Maschinenzeichner, das Interesse hält nicht lange. Mit einem Puppenkopf übt er die Kunst des Haareschneidens. Einen Monat später ist er selbsternannter Coiffeur mit mobilem Salon. Vier Haarschnitte pro Tag reichen für Miete und Bier, so schwärmt der Tausendsassa. Wie viele seiner Branchenkollegen hätte auch er gerne einen eigenen Laden. Das jedoch kostet und ausserdem müsste er sich beim Staat als Steuerzahler outen. Vietnam lässt Leuten wie Cuong viel Spielraum – es steht jedem frei, wie er über die Hürden des Lebens springt.

Zusammen diskutieren wir einige unnütze Produktinnovationen, ob Frankensteins Vater schwul war oder welche asiatische Nation die besten Kussmund-Selfies inszeniert. Ich verschiebe meine Pläne auf morgen.

Tabu

 “Comrades, take this all-victorious flag to Saigon. See you in there after the South is liberated! For Vietnam, Cuba is willing to devote blood.”

Die schwarz-weiss Fotografien aus Quang Tri zeigen den Máximo Líder in Bestform. Umringt von fähnelnden Genossen, Guerilla-Girls, Bauern und einem ausgesuchten Staatstross kitzelt Fidel das vietnamesische Massenhirn. Vor vier Dekaden hatten Kuba und Vietnam noch viel gemeinsam. Gerade heute, am 25. November 2016, dem Todestag von Fidel Alejandro Castro Ruz, sinnen einige vietnamesischen Grossväter über den blutigen Weg zur Wiedervereinigung. So heuchelt die hiesige Medienlandschaft Mittleid, ja ruft zur eintägigen Staatstrauer aus. Dabei ist klar, „Hasta la Victoria siempre“ existiert nur noch im Keller des limbischen Systems, die Bruderliebe ist verpufft, die Zuversicht ad acta gelegt. Theatralische Reden vom Wohlstand aller oder die Präsenz von Propagandapostern schüren keinerlei Zuversicht mehr. Ja schlimmer, einige rätseln gar ob Onkel Ho nicht doch in China „verschwand“ und durch eine Kopie ausgetauscht wurde. Dennoch verführt der Nationalstolz nach wie vor einige Friedlose mit Hồ Chí Minh-Ziegenbart oder nón cối‘ und dép tổ ong (Militärhelm und Gummischlarpen) durch Hanois Gassen zu marschieren.

Long kommt gerade vom Meeting mit seinem Parteifreund. Die Themen waren unkompliziert – Völlerei und Geldbrief. Im Gegenzug darf sich der Gönner in Sicherheit wiegen, geschäftliche Hindernisse lösen sich temporär in Luft auf. Die Treffen mit Abgesandten des Politbüros finden regelmässig statt. Je höher der Parteifreund, desto praller sein Terminkalender. Bis zu drei mal täglich rücken Politiker aus, um Spesenbazen einzutreiben. Einige haben sich bereits bis ganz oben gemausert, das beweisen nicht nur die über hundert vergoldeten Rolce Royce, die durch Hanois Strassen zirkeln. Long klagt nicht, er sieht den Tatsachen ins unlautere Auge; „Either you’re part of the system, or you’re out“. Systemlos zu sein, klingt zwar dreist und cool, ist jedoch mit vielen Schikanen verbunden. Wer ein Geschäft eröffnet und sich dabei nicht an die Spielregeln hält, wird entweder schonungslos ignoriert, bürokratisch aufgehalten oder bekommt anstatt Kunden, Besuch von einem ominösen Schlägertrupp (Quelle: Sammlung lokaler Klagelaute – Internetcafe-Besitzer, studierte Agrartechniker, Real-Estate Agents etc.).

Mit dem Chinesischen Neujahrsbeginn starten auch die das Tết-Holidays, wobei neben den Familientreffs auch Li Xi „Lucky-Money“ eine wichtige Rolle spielt – Glücksgeld, dass innerhalb von Familie und Freundeskreis verschenkt wird. Ausserdem steht Glücksspiel hoch im Kurs. So schnellt die Kriminalitätsrate zu Jahresende abrupt in die Höhe; Motorräder und Hunde werden festgeschraubt, Hosentaschen besonders gut bewacht. Aber auch die Call-Center der Polizeizentralen sind plötzlich pflichtbewusster. Je nach Unternehmensart wird ein gewisser Prozentsatz festgelegt. Freund und Hotelbesitzer Truong erhielt das Telefon einige Tage zuvor. Kein zaudern, kein blumiges „Hey wie geht’s auch so“, eher „Wir brauchen Geld. Jetzt!“. Truong ist neu im Business und muss zuerst einige Branchenkollegen um Rat fragen. 100 Dollar (drei bis vier mal jährlich) entpuppt sich als angemessen. Andere Ausländerfreunde klagen jedoch über ominöse Abrechnungen von 5-6’000 Dollar, die plötzlich hineinschneien. Trotz aller Vorwürfe gegenüber dem Corpus Delicti und korrumpierten Ländern, die Schmiergelder sind oft überschaubar und erlauben dafür Platz zur Entfaltung.

Tatort Stadtsee, die Tunke eher braun als blau. Typisch vietnamesische Plastikschemmel zieren das Kunstufer. Das Cà phê gehört einem alten Ehepaar, sie sind aufmerksam und diskret. Hinter mir zirkelt die Polizei vorbei, reine Routine – Ergo Gebührenrunde im Revier. Die Hocker und Tische müssen weg, die Gäste folgen dem Inventar in das Cà phê und warten ab. Sogleich zirkelt die Polizei weiter. „Some day have money, some day not. Understand?“ meint der Cà phê-Besitzer und schleppt die Hocker wieder zurück ans Seeufer. Auf „illegal Seeufer besetzen“ besteht Geldstrafe, ausser man hat vorher schon gut geschmiert. Eine Stunde später spielen wir das gleiche Spielchen nochmals. Proforma rein, proforma raus.

Gerne denke ich an die Immigrationsoffizierin zurück, die vor drei Monaten mein Begehren auf Visaverlängerung abgelehnt hat. Klarer Fall, ich müsse das Land in innert Kürze verlassen. Falls ich danach immer noch Lust auf Vietnam hätte, einfach mit einem Genehmigungsbrief wieder aufkreuzen. Sie hat vollkommen Recht, so sieht die Gesetzgebung aus. Jedoch ist ihrem Chef das Gesetz egal, sofern die Dicke des Couverts stimmt. Dann fliegt der Stempel. Leider darf ich ihren Chef nicht rufen und ihm mit Augenzwinkern den Umschlag reichen. Zu plump. Dafür gibt es den offiziellen Weg via Service-Agenten, sozusagen ein ausgelagertes Korruptionsbüro, dass Bestechungsgelder für „ausserordentliche Fälle“ abklärt. Diese kennen den Chef und schützen seine Anonymität. Den Tipp, die platzraubenden Visa-Stempel aus Kambodscha mittels Zahnpasta zu entfernen gibt es gratis dazu.

Mensch und Maschine

Metropolen wie Bangkok, Jakarta und Yangon erliegen dem Verkehr. Asien boomt und damit auch der unstillbare Durst nach Mobilität. Vietnam hinkt der Moderne etwas hinterher, obwohl sich das Land innert weniger Jahrzehnte von der Ära Velo zum Automobil katapultierte, gehören die Strassen nach wie vor den Motorrädern.

Seit einem halben Jahr bin ich Teil dieses Schlamassels. Laufe kaum noch. Zu gefährlich. Die Gehwege werden von ambulanten Restaurants, Cà phês, Bia hơis und gleichgesinnten Motorradfahrern beschlagnahmt. Passanten sind offensichtlich die gefährdetste Spezies aller Verkehrsteilnehmer. Man erkennt sie von Weitem, die verdutzten Hanoi-Rookies – Zwischen Strassenverkäufern und Metallstrom hecken sie einen Schlachtplan für die kommenden Meter aus, stolpern nach vorne, wieder zurück, schauen desorientiert in alle Himmelsrichtungen während Hanoi an ihnen vorbeibraust. Wer sein Leben damit verbracht hat leeren Raum auszunutzen, wird hier kaum nachgeben. Kürzlich habe ich einen Blinden dabei beobachtet, wie behaglich und routiniert er eine befahrene Strasse meistert. Er denkt nicht, läuft einfach durch und der Schwarm dümpelt seelenruhig vorbei. Die Situation ist mit einer abstrakten Logik gepudert.

Eine alltägliche Szene irgendwo in Hanoi: Zwei Motorradfahrer rasen mit ähnlicher Geschwindigkeit auf eine Kreuzung zu, beide ignorieren wie gewohnt die Verkehrzeichen. Wenige Meter vor dem Aufprall starren sie sich direkt in die Augen. Es ist ein faszinierender Energiefluss von einem Individuum zum anderen. Keinerlei emotionale Regung, kein Greinen, keine Mimik, kein Winken, kein Fuchteln. Weiterhin abwarten und Gefahrenpotential kalkulieren. Es wird eng, beide beginnen mit dem Einschätzen des Ausweichwinkels. Jetzt setzt der menschliche Verstand ein; Der Selbsterhaltungstrieb lässt beide wissen, dass der eigene Leib keineswegs aus Stahl, sondern aus Fleisch und Blut besteht. Preschen oder nachgeben? Eindeutig, der skrupellosere Späher gewinnt.

Wir Ausländer dürfen gerne mitmachen, Führerscheine oder Motorrad-Know-how sind nicht obligat. “không biết, không có ti! (Unwissen = Unschuld)“ – Ja noch besser, die Polizei ingnoriert westliche Haut aufgrund mangelnder Englischkenntnisse. Also einfach einen Mumifizierten oder Hinkenden fragen, wo es zum nächsten Motorradgeschäft geht, Plastikhelmchen aufsetzen und mitspielen. Ein paar Gebote sollten jedoch beachtet werden:

  • Jeder Verkehrsteilnehmer ist grundsätzlich als suspekt einzustufen.
  • Sich beschatten lassen! Zusammengepferchte Grossfamilien auf Rollern oder kleine Mädchen auf Dreirädern schützen vor Rowdies.
  • Ampelrot und Einbahn-Schilder dienen rein als Strassendekoration.
  • Scheuklappen an! Der Sicht-Radius sollte 40 Grad nur im Notfall übersteigen.
  • 90% aller Motorräder hat keine Rückspiegel und wer den Kopf nach hinten dreht, verliert überlebenswichtige Sekunden. Was hinter einem passiert, darf (muss) getrost ignoriert werden.
  • Autos sind zu 60% geleast (Versicherung inklusive). Zu spekulieren, dass Automobilisten Vorsicht walten lassen, wird umgehend belehrt.
  • Taxifahrer arbeiten unter Zeitdruck, sie gelten als ausserordentlich gefährlich.
  • Hupen schafft weder Raum noch Harmonie.
  • Falls der Verkehr kollabiert, bieten Gehwege eine gute Alternative
  • Wägt man sich in Sicherheit, taucht aus dem nichts eine Greisin mit Rollator auf und fordert Vortritt.

Hat der Mensch gelernt, diese Gebote zu vergeistigen, wird er eins mit der Maschine und schlüpft geschmeidig durch den Metallhaufen.

Ich Tor, orientiere ich mich weder an Wochentagen noch Strassengegebenheiten. So stocke ich an einem Freitagabend bereits im westlichen Aussenbezirk, will aber quer durch die Stadt. Welch Malheur! Ein Wagnis für die hartgesottenen Spieler der ersten Liga, denn die Verkehrslage erinnert an den „Battle of Stirling Bridge“ (nachgespielt im Film Braveheart). Mitten im Meer aus Giftgasen würgt sich mein Nebenmann eine Zigarette in die Lunge – Es spielt wohl keine Rolle mehr. Ich huste mitfühlend und drehe simultan mit dem Rest meiner Truppe den Gashahn auf. Die Ampel schaltet auf Grün. Trillionen von Motorradfahrern rollen los. Vor mir; ein Mopedkurier, welcher gleichzeitig drei Schlampen mit Stöckelschuhen (lächelnd, Handküsse werfend) zum nächsten Freier befördert. Ich lächle zurück und höre, wie eine Reihe hinter mir jemand fällt. Dann wieder vertuschen, froh sein, dass es die anderen erwischt hat, und nicht einen selber. Wir alle strömen instinktiv, wie ein Schwarm aus kurzsichtigen Fischlein und packen dabei alle unsinnigen Synapsen in Watte. Etwas kreuzt dennoch meine Gedanken; Kürzlich hat BMW sein „self-balancing motorcycle“ der Welt präsentiert. Das Werbevideo zeigt ein Bikergirl allein auf weiter Flur, das Display der Google-Glasses weist den Weg und warnt vor potentiellen Hindernissen. Der Clou? Ein Helm ist nicht mehr nötig, denn das futuristische Zweirad ist durch nichts aus dem Konzept zu bringen, ja weicht aus und balanciert sich im Notfall wieder gerade. Ignorieren die Ingenieure aus München die weltweite Überbevölkerung und den Verkehrskollaps der Zukunft?

Die Schöne und das Biest

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Das Paris des Orient? Wer auch immer dieser städtischen Wildnis den Heiligenschein aufgesetzt hat, verwechselt europäische Bau-Romantik mit asiatischer Platznot. Verständlich, kaum jemand kann dem Charme des Hanoier Kulturerbes widerstehen. Das Herz von Hoàn Kiếm könnte südostasiatischer kaum sein. Auch ich staune tagein tagaus über die architektonische Meisterleistung, die sich hinter dem Dickicht aus Stromkabeln versteckt. Doch was wirklich verblüfft, ist das Talent jeden Quadratmillimeter Raum auszunutzen. Das Leben hinter der senfgelben Fassade erweist sich oft als umständlich und brachial. Wagt sich der Schaulustige durch den Hobbit-Korridor, findet er mehrere Generationen auf bis zu 20 Haushalte verstreut. Sie alle teilen sich den Mikrokosmos (inklusive sanitäre Anlage), welcher dank UNESCO nicht renoviert werden darf. Es ist so eng, dass die Toten oft per Kran aus dem Beton-Schlamassel gehievt werden müssen. Ein Gang von der Garküche zur Toilette spiegelt die rauen Lebensumstände wider. Man balanciert vorbei an gestiefelten Köchen, die im knöchelhohen Abwasser hantieren, weiter durch Pyramiden von Kochtöpfen, dösenden Grosseltern sowie Kubikmeter Gerümpel und quetscht sich mit verbeugtem Oberkörper zum Abort (alias Dusche).

Hanoi ist ein Zufluchtsort für Voyeure des Kuriosen, denn das Leben findet ausserhalb vom Gemäuer statt. Einfach hinsetzen und in die Welt linsen. Linsen wie die bucklige Alte ihre zweimetrige Standwaage rollt, während das angehängte Megaphon nach Kunden scherbelt. Nebenan spült jemand altes Frittieröl auf die Strasse, was (oh Wunder) reihenweise Motorradfahrer auf die Schnauze fliegen lässt. Dann wieder schmunzeln, wenn die Müllabfuhr kommt – einfach auszumachen am patriotischen Kinderchor, der vor Jahrzehnten auf Tonband gebannt wurde um Hanoi einzubläuen; „Auf eine bessere Zukunft, du entscheidest über Morgen“. Gelegentlich schauen undefiniere Duftmarken vorbei, dann wieder der bemannte Lautsprecherturm. Die traurige Stimme des Karaokisten kriecht wie ein Regenbogen über das Chaos von Tellerwäschern und brennenden Abfallhäuflein, die den Gehsteig besetzen. Hin und wieder erliege ich dem Marktgeschrei der Strassenverkäuferninnen, die zu tausenden aus dem Aussengürtel in die Altstadt pilgern um ihre überdüngten Gewächse zu verhökern. Ein Kampf ums tägliche Überleben, denn viele von ihnen sind kinderlos, kein Pensionsbatzen rettet sie über die Runden. Ich kaufe mit einem schwer erklärbaren Reuegefühl. Gegenüber den Armen, gegenüber dem eigenen Körper. Die Städter sind sich derweilen bewusst, der wuchernde Magenkrebs ist das Resultat von Spritzmitteln aus China. Widerstand zwecklos, denn die Supermärkte sind kaum vertrauenswürdiger. So klagen einige über die mitleidslose Vergiftung, andere schliessen die Augen und akzeptieren das Unvermeidliche. Nur wer klug ist, baut selbst an.

Ein halbes Dutzend Brücken spannen über den Red River und verbinden die Vororte mit dem Stadtkern. Wer von Osten in die City fährt, erlebt sogleich ein kleines Wunder. Hier antworten Schrebergärten und Bananenplantagen auf die junge Skyline. Ein Besuch lohnt, kaum wegen der Bananenkunde, sondern wegen anderer Kuriositäten, welche den Gärtner-Alltag bestimmen. An einem grauen Nachmittag mache ich mich auf, schlendere stadtmüde entlang der Zugbrücke bis zur Wendeltreppe, dann runter. Kaum jemand schenkt diesem Idyll Aufmerksamkeit, das wird mit der Grund sein, wieso Mann herkommt um sich zu entblössen. Zwischen Buschwerk und Flussufer flanieren die Nackedeis, spielen Tennis, stemmen Gewichte oder tätscheln ihr Glied.

An alle Shoppaholics, einkaufen in Hanoi könnte einfacher nicht sein. Es gibt die Sonnenbrillen-Strasse, die Vorhang-Strasse, die Klamotten-Strasse, die Farbkübel-Strasse, die Motorradsitz-Strasse, die Bambuspfeiffen-Strasse, die Krimskrams-Strasse, die Kaffeehaus-Strasse, die 70 Cent-Bia hơi- alias alkoholblöde Westler-Strasse und die Dekor-Strasse (wo das Sortiment je nach Saison direkt von Halloween zu Weihnachten zu Geisterglauben wechselt). Als ich einst verdutzt nachfragte, wieso man sich bewusst zur austauschbaren Konkurrenz gesellt, wurden mir folgende Worte geschenkt: Buôn có bn, bán có phưng (Nur wer mit den Besten konkurrenziert, kann gewinnen)“. Glaubt man den Worten, sollten Kreativität und Service-Level die Mitbewerber ausstechen. So staunt der willige Käufer umso mehr, wenn sich Detailhändler unter einer Reihe aufgehängter Jeans zum Powernap verkriechen, oder während dem Kundengespräch eifrig Pixel-Monster schnetzeln. Tatendrang und Ideenreichtum kann selten eingeimpft werden, es ist genetisches Gut.

Deserteure der Moderne

Ich gehöre zur Retro-Kultur, balanciere zwischen altmodisch und trendy, reise um zu lernen und bin mittlerweile überzeugt, dass unsere homogene westliche Gesellschaft die Uniform übergestreift hat. Alte Werte wurden neu definiert, man ging unlängst zum Inventar über. Der Handlungsspielraum im Westen unterwirft sich einem bitterbösen Konkurrenzkampf. Es spricht viel dafür aufzubrechen, um sich anderswo umzusehen. So finde ich einige Abtrünnige in Vietnam wieder, hier geht es nur langsam voran. Japan, Singapur, Südkorea und Thailand stagnieren hinsichtlich Möglichkeiten, die Pioniersarbeit ist getan. Der neue Hype? Temporäre Immigration in Vietnam, ein urbaner Castaway für Individualisten, denen Politik, Job und Ort egal ist.

Seit knapp einem Monat wohne ich in Tây Hồ – aufgrund der Überdosis an westlichen Deserteuren auch „White Ghetto“ genannt. Hier ist die Luft etwas sauberer und es lässt es sich günstig überleben. Ein ökonomischer Spielplatz für gut gebildete Kindsgemüter. Dabei kommen wenige her um das westliche Kostüm abzuwerfen und sich wirklich zu integrieren. Sie drehen weiter in einer Blase, ja suchen bewusst die „Bubble“ innerhalb Fernost, dort wo sich Weiss zu Weiss gesellt und sich täglich mit Distickstoffmonoxid-Ballonen und Billigbier wegdröhnt. Das vietnamesische Bildungssystem schwächelt in punkto Weltsprachen, somit sind Englischlehrer gefragter denn je. Alter und Vorkenntnisse sind unbedeutend. Treffe ich auf einen Ausländer, frage ich selten nach dem Befinden, eher geradeaus; „How’s teaching?“. In den wenigsten Fällen, brüstet sich der Gefragte mit Stolz. Denn ein jeder weiss, die Stereotype nährt sich stets von den gleichen Geschichten; man trickst das System aus und lebt einen Lifestyle, der in New York, Zürich oder London kaum mehr möglich ist. Globalisierung hat tausend Gesichter und Drittwelt- oder Schwellenländer bieten Platz. Platz für Runawayers, die Routine, Bürokratie und nimmermüde Nörgler meiden wollen. Bieten aber auch Platz für Ex-Bankräuber, Gangster, Spieler, Pädophile, Glaubensbekehrer und Freigeister.

Meine Fahnenflucht hat andere Gründe. Ich sehe es lediglich als Privileg Fremder in Asien sein zu dürfen, kein Alltag, jede Minute eine andere Minute. Dabei jeden Morgen mit neuerrungenem Wissen aufwachen, einige Gedanken gescheiter. Es ist nicht der Weg in Richtung E=M3 – die ultimative Weisheit, sondern eher das Unwissen, dass aufrüttelt. Eine Garantie dafür, dass Lebenslust nicht ausgeht. Es gibt auch den Typ „Sammler“, dem Wissen grundsätzlich egal ist. So las ich kürzlich einen Artikel über Cassie De Pecol. Seit Schulzeiten wollte die junge Amerikanerin jedes Land der Welt besuchen, um mehr über andere Kulturen, Religionen und die Natur zu lernen. Mit einem Budget von 200’000 Dollar bricht sie auf, bereist 180 Länder innert 15 Monaten. Sie stellt gleich zwei Rekorde auf, als schnellste Frau, die jedes Land bereist hat und den Einfältigkeits-Rekord.

Hokuspokus

Von Winkekatzen bis hin zur Parallelwelt, Geister- wie Aberglauben ist weit verbreitet in Vietnam. Je näher die Grenze zu China, desto intensiver das Bekenntnis zu Feng Shui. So wird der traditionelle Hanoianer stets Wohnung, Geschäft, ja das Leben gemäss daoistischer Harmonielehre ausrichten.

Eine Frau verbrennt ein Bündel gefälschte Geldscheine. Geistergeld. Innig betet sie zum Money-God. Ihr Hotpot-Restaurant verteilt sich auf drei Immobilien, daher wird sie die Zeremonie drei Mal wiederholen. Das Geschäft raubt den Geistern Platz, besänftigt sie die unsichtbaren Businesspartner nicht regelmässig, ist die finanzielle Misere unvermeidlich. Einige Kleinunternehmer kremieren ganze Papiertürme vor ihrem Laden um verlorene Seelen anzuziehen, denn je grösser die latente Spuktruppe, desto besser das Business.

Im Jenseits gibt es offensichtlich weder entlöhnte Arbeit noch Kommerz. Ergo sind die Lebenden für jegliche materielle Zuneigung verantwortlich. Seit über 500 Jahren werden in Hanois Hàng Mã Street Opfergaben als 1:1-Nachbildungen bereitgestellt und neu wird man sogar online fündig. Originale verbrennen bringt Unglück, so werden 3D-Kopien in Echtgrösse von Goldstücken eingeäschert, das Sortiment reicht von  Limousinen, Flugzeugen, Polizeihüten, Villas, Anzüge, Zigaretten, Mopeds, Waschmaschinen, Louis Vuitton-Taschen, Pferden bis hin zu Ipads oder Iphones eingeäschert. So nebenbei; In China hat das Ministry of Civil Affairs vor wenigen Jahren vulgäre Papiermaché-Repliken verboten; Nachgebastelte Mätressen, Viagra oder Karaoke-Hostessen sind nur noch via Schwarzmarkt zu beschaffen. Der Kreativität ist kaum Grenzen gesetzt. Der Erdenbürger sollte sich jedoch fragen, was im Jenseits wirklich gebraucht werden kann – ja selbst die Toten sind wählerisch. Meine vietnamesischen Freunde sind sich daher sicher; mit gefälschten Yuan-, Dong- oder Dollarnoten ist man auf der sicheren Seite. Und wer weiss schon, ob es in der Parallelwelt Apple-Callcenter gibt und wie es mit der Netzabdeckung aussieht?

Vietnam richtet sich nach dem Mondkalender und feiert diese Tage das Tết Nguyên Đán (das Fest des Ersten Morgens). Familientreffs, Völlerei, Zeremonien und Ahnenkult bestimmen die Woche. Tết markiert gleichzeitig den Frühlingsbeginn. Schwer verkennbar, Haare werden bunt gefärbt, das Volk ist auf Geschenketour, Motorradfahrer transportieren riesige Kirschsträucher oder buschige Zierorangen durch die Nebelschwaden Hanois. Ein frischer Wind soll durch die Stube wehen. Am ersten Tag des Tết werden die verstorbenen Ahnen nach Hause eingeladen. Niemand lässt sich lumpen, ein Sammelsurium an typischen Festgerichten wird zum Hausaltar geschleppt, Schnaps und Tee eingeschenkt, Geistergeld und Danksagungen verbrannt. Am letzten Tag wiederholt sich das Ritual, die imaginären Besucher werden höflichst gebeten wieder zu verschwinden.

28. Januar 2017. Das Jahr des Feuerhahns beginnt. Bin selbst zufriedener Rooster, reihe mich an Sternchen wie Britney Spears, Roger Federer, Yoko Ono oder Eleanor Roosevelt – also von Natur aus mutig, fleissig, offen und selbstbewusst, sehne mich nach Bestätigung und Bewunderung. Was für eine Offenbahrung! Ich und meine Hahnkollegen versauen es uns dieses Jahr mit dem Goodwill von Tai Sui, dem mächtigen Zeitgott. Es gilt achtsam zu sein. So denn;

„Your fortune in various aspects will not have a significant improvement; instead, you will be prone to have all kinds of misfortunes, such as bottleneck of career development, unexpected loss of assets, emotional problems with your lover and changeable mood caused by too much pressure.

In one word, you should be prepared for the great change in life in 2017“


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